Wir sind flexibel! Ihr auch? Mr. Dupont übersetzte sich unsere 13 Fragen ins Deutsche und beantworte sie rückblickend auf seine “Karriere” im EBM usw.! Uns bleibt Euch nur viel Spaß bei einer weiteren, ungewöhnlichen, Ausgabe von “13 questions to…” zu wünschen!
kulturterrorismus: Wann hast Du angefangen Musik zu komponieren?
Mr. Dupont:In Band’s involviert war ich ab 1996, zu der Zeit noch an der Bassgitarre. Die ersten eigenen Song’s hab ich 1998 mit einem 8-Spur MC-Deck aufgenommen. Zu der Zeit hatte ich einen guten Draht zu Rhythmindustrial und Noise. Dementsprechend hörten sich meine ersten Sachen auch an.
kulturterrorismus: Was oder wer waren deine frühen Leidenschaften und Einflüsse?
Mr. Dupont:Das reicht von den Band’s, die man als Kind hört wenn man mit den Eltern in den Urlaub fährt und der Vater sein Mixtape einlegt bis hin zu Mitternachtsradiosendungen. Aber die Top3 der ausschlaggebenden Alben zu der Zeit waren: 1.Genlog “Alive & Kicking” 2.K-Nitrate “Hyperphobia” (liegt gerade schon wieder auf meinem Wohnzimmertisch) 3.Daft Punk “Homework”
kulturterrorismus: Was sind derzeit deine wichtigsten Herausforderungen? (<-ist das so richtig?
)
Mr. Dupont:Die Konfrontation zwischen Soft & Hardware finde ich sehr interessant. Da stehen sich Welten gegenüber, die eigentlich ganz gut zueinenader passen. Sich damit auseinanderzusetzen ist schon eine ganz eigene Herausforderung, so wie die eigentliche Produktion auch. Wer im Non Profit Bereich nur Töne für 3,5 Minuten zusammenschrauben will hat sich das falsche Hobby ausgesucht.
kulturterrorismus: Arbeitest Du die meiste Zeit alleine oder mit anderen Musikern?
Mr. Dupont:Für mein Soloprojekt mache ich die Musik komplett alleine. Gleiches gilt auch für MRDTC, welches ich mit Tino, Sänger der Band Amnistia, betreibe. Die abschließende Produktion, mache ich dann gerne mit anderen Leuten um mir auch eine Zweitmeinung anhören zu können. Dann gibt es da ja noch NordarR, bei dem ich, vom Schlagzeug mal abgesehen, auch einen kleinen Beitrag im Studio leiste.
kulturterrorismus: Wie beginnt die Entstehung eines neuen Song’s? (<-???)
Mr. Dupont:Meist hab ich vorweg schon eine Idee wie sich der Song im ganzen anhören soll. Das versuche ich dann in die Synthies zu übertragen. Es kommt aber auch mal vor das ich absolut keine Idee habe, aber viel Zeit und keinen Bock auf den Müll im TV. Das hat auch schon sehr gut funktioniert.
kulturterrorismus: Was ist besser? Free Jazz oder Klassisch?
Mr. Dupont:Die Mischung macht es aus. Um die Kontrolle zu behalten ist die klassische Variante sinnvoll, hat man 3 Stunden Luft wird auch einfach mal nur gebastelt.
kulturterrorismus: Trennst Du strikt Improvisation & Komposition?
Mr. Dupont:Das kommt darauf an. Meine Solosachen sind ja meist als Instrumental ausgelegt, dort muss ich also viel Improvisation in die vorab eingegangene Komposition stecken damit ein Track rund wird. Ab und kommt es aber auch vor das es andersrum läuft!
kulturterrorismus: Verarbeitest DU Dinge aus deinem Leben?
Mr. Dupont: Definitiv! Das ist bislang, für den der mich persönlich gut kennt, auch offensichtlich. Eine verarbeitede Lebenserfahrung auf Albumlänge gibt es mit “1435″ sogar auch.
kulturterrorismus: Ist es wichtig das deine Musik eine Botschaft übermittelt?
Mr. Dupont: Im einen oder anderen Track steckt vielleicht ein Thema das ich dort eingebaut habe. Thematisch geht es bei mir aber gleich auf Albumlänge ab. Das Konzept und die Ideen zu einzelnen Song’s werden dann miteingebaut. Das der Hörer das aber auch erkennt ist nicht grundsätzlich ein muss.
kulturterrorismus: Ist deine Musik konzeptionell oder zum anhören ohne nachdenken? Was erwartet deine Zuhörer?
Wenn jemandem das gefällt was ich mache freue ich mich natürlich sehr. Das man das auch versteht setze ich aber nicht zwingend voraus.Für mich ist es eher ein teilen. Bei jedem Song ging mir in der Produktionsphase etwas durch den Kopf.Leute hören sich das an ohne zu wissen was ich dabei gedacht habe, als ich den Song gemacht habe. Diesen Ansatz finde ich sehr interessant. Ich könnte mich vollständig emotional nackig machen und keiner würde es unter Umständen mitbekommen.
kulturterrorismus: Künstler sind stehts frei! Wie siehst Du deine politische/soziale Position in deiner Musik?
Mr. Dupont:Ich denke das Musik Menschen verbindet oder Sie zumindest miteinander beschäftigen lässt. Das reicht mir dann aber auch schon.
kulturterrorismus: Thema Digital, mp3 – klassische Verbreitung von Musik.
Mr. Dupont: Bei meinem Soloprojekt ist mir das garnicht so wichtig. Da geht es mehr um das Hören der Musik. Sicher ist es einfacher ein Konzept mit eine physischen Variante auch optisch darzustellen und zu verbreiten
aber schlussendlich macht sich jeder seine eigenen Gedanken beim hören von Musik. Besonders wenn Sie, wie in meinem Fall, meist instrumental ist.
kulturterrorismus: Musik-Sharing-Sites und Blogs veröffentlichen eine Flut von Künstlern. Was ist deine Ansicht über den Wert der Musik heute?
Mr. Dupont:Ecki Stieg (Grenzwellen, Radio FFN) hat mal gesagt; Es gibt zuviel Musik! Jeder soll selbst entscheiden wie oder an was er ran möchte. Ob das dann auch im Interesse der Künstler ist wird von uns nicht entschieden. Siehe ACTA, GEMA etc.! Wir alle sind nicht mehr viel Wert! Egal ob als Hörer, Künstler oder Label.
kulturterrorismus: Thema Facebook.
Mr. Dupont:Da ich selber auch Fan bin finde ich Facebook gut um auf dem Laufendem zu bleiben. Der Kontakt mit den Jungs und Mädchen die meine oder unsere Musik gut finden ist natürlich auch wichtig. Es ist eine gute Möglichkeit um sich auszutauschen, Informationen zu sammeln oder einfach neues zu entdecken.
kulturterrorismus: Thema Mainstream.
Mr. Dupont:Das schließe ich aus. Der Non-Profit Untergrund ist in seiner Struktur ganz anders aufgebaut als der Mainstream. Abgesehen davon hab ich keine Lust mein Gesicht ständig im TV zu sehen und halbjährig auf Tour zu gehen.
kulturterrorismus: Die letzten Worte.
Mr. Dupont:Ein PC-User bekommt zum testen einen Apple. Nach einiger Zeit fragt er den Besitzer wo man die CPU-Auslastung sehen kann. Der zuckt nur und fragt zurück: Warum willst Du das wissen?
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